Banken im Umbruch: Unser Statement

Econ auf der dmexco 2016: perfekte Formulare für das Marketing

05.09.2016 - Die 21. Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ hat gezeigt, dass die Banken durch das selbstbewusste Stampfen der Fintechs und die kalte Dusche der Niedrigst-Zinsen rüde aus ihrem Schlaf gerissen wurden. Die Sprecher der Banken meldeten selbstbewußt, sie seien hell wach und top fit für die vierte Industrierevolution.

Dann wird ja alles gut, könnte man meinen. Aber weil heute morgen gestern ist, wollten die Handelsblatt-Journalisten von ihren Referenten wissen, unter welchen Annahmen sie den digitalen Wandel anpacken.
Und das war stets der Moment, in dem ich die Banken in vermeintliche Gewinner und Verlierer teilte.

Banken müssen ihre Organisation radikal ändern, Technologien ändern sich von alleine.

Erstes Indiz war für mich die Einleitung der Prognosen. Meist begannen sie mit: „Am Ende des Tages ...“.
Dabei wird es kein Ende des Tages geben. Die Ruhephasen, in denen es sich die Branche früher bequem gemacht hat, sind für alle Zeiten vorbei. Ab jetzt gilt auch für Banken: „Nichts ist beständiger als der Wandel“. Und die StartUps der Fintech-Szene sind die Impulsgeber, die mit immer höherer Taktzahl diesen ständigen Wandel antreiben.

OK, man kann die Einleitung als unbewusst verwendete Redewendung erklären. Bei der eigentlichen Prognose schien es mir aber, als wäre so manche Bank noch im Halbschlaf. Was mich störte war nicht, ob eine Bank beispielsweise an die Zukunft der Filiale glaubt oder nicht. Es war der Traum von der "entweder-oder Zeit", aus dem manche Banken noch nicht aufgewacht zu sein schienen.

Die wirklich Wachen haben verstanden, dass sie sich genauso agil organisieren müssen, wie sich ihre Kunden verhalten. Wer es heute schafft, sich zur ständigen Veränderung zu bekennen und seine Organisation radikal und mit Hochgeschwindigkeit auf sich fortwährend verändernde Kundenerwartungen, Technologien und Marktbedingungen auszurichten, wird sich auch morgen gut behaupten können. Dies selbstverständlich unter Beachtung aller regulatorischen Rahmenbedingungen und betriebswirtschaftlichen Ziele.
Wäre ja sonst zu einfach ;-)

Arne Westphal, Econ Application GmbH